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Wie vermeidest du richtig?

Donnerstagabend 7.5., ca. 20:45Uhr. Steamwork in Karlsruhe, ich bin die dritte und damit letzte Speakerin des heutigen Abends. 12 Minuten habe ich Zeit mein Thema auf den Punkt zu bringen.

Ich halte einen Kamm in meiner Hand. Eine persönliche Geschichte über Vermeidung, Scham, Zurückhaltung und Mut. Wenn ich erzähle, ich sei in einem Unternehmen groß geworden, dann löst das automatisch Projektionen bei meinen Zuhörer:innen aus, doch wenn ich dann erzähle, dass die Begriffe, mit denen ich auch groß wurde „KURZARBEIT“, „BANKGESPRÄCH“, „VORFINANZIERUNG“ etc. waren, dann ändert sich meist das Bild. Dass diese Zeit mit ein Ursprung meiner heutigen Arbeit ist, hätte ich früher nicht für möglich gehalten. Denn ich habe früh erkannt, was intern und extern bedeutet und wie wahrhaftiger Kontakt mit negativen Emotionen besetzt ist und diese nicht gezeigt, sondern zurückgehalten wurden.

Heute habe ich eine Sprache darüber und ich spüre während meines Vortrags meine Sicherheit, meine Kompetenz und Klarheit zu diesem Thema genauso, wie meine Verletzbarkeit und Unsicherheit. Das ist gut so, denn das ist echter Kontakt mit mir selbst. Und ich hab richtig Lust darauf, dieses Thema noch mehr in die Welt zu bringen.

Ich bin überzeugt davon, dass unser Leben und miteinander arbeiten um einiges gesünder, friedvoller und freudvoller wären, wenn wir Unsicherheit und Verletzbarkeit als zutiefst menschliche Eigenschaften wahrnehmen würden, die uns verbinden und die wir nicht verbergen müssen.

Du trinkst einen Kaffee nach dem anderen, doch eigentlich solltest du dein Meeting vorbereiten.

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Doch genau das tun wir Menschen – wir verbergen ständig unserer Unsicherheit. Das „Ja“ zum Projekt, das eigentlich ein „Nein“ sein sollte. Die 10 Tassen Kaffee obwohl du etwas ausarbeiten solltest, die Angst etwas auszusprechen womit du dich unbeliebt machst. Der Glaube daran, dass dein Können nicht reicht, usw.

Hinter all diesen Phänomenen stecken Vermeidungsmechanismen. Diese schützen dich, vor Verletzungen, vor Unsicherheit, vor Bewertung, etc. und sie hindern dich daran wirklich in Kontakt zu kommen, mit dir selbst und mit anderen.

Die 5 Freunde der Vermeidung, die ich bei meinem Vortrag vorgestellt habe sind:

  • Konfluenz
  • Deflektion
  • Retroflektion
  • Introjektion
  • Projektion

Diese 5 Mechanismen zu kennen sind ein Gamechanger in deiner Führung. Du wirst sie bei dir selbst wahrnehmen und damit bessere Entscheidungen für dein Handeln treffen. Du wirst sie im Kontakt mit deinem Team wahrnehmen und herausfinden um was es in einem Meeting wirklich geht. Du wirst sie im Kontakt mit deinen Mitarbeitenden sehen und dein Handeln danach ausrichten können.

Ich würde sogar so weit gehen, dass es ein Indiz für die psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz ist, wenn Mitarbeitende wenig dieser Vermeidungsmechanismen benötigen.

Du sagst im Meeting nicht was dich stört und zu Hause darf sich deine Partnerin dein Gejammer anhören.

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Zeigt Vermeidungmechanismen. Konfluen, Retrofrektion, Introjektion, Projektion, Deflektion
Muster die dich davon abhalten authentisch in Kontakt zu kommen. Mit dir selbst und mit anderen.

In den nächsten Wochen stelle ich dir die Vermeidungsmechanismen / Kontaktfunktionen vor. Also stay tuned, folge mir auf LinkedIn, Instagram oder trage dich in den Newsletter ein.

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